Impfzentrum Hürth Darstellung Spritze und Viole auf Betonblock vor Gebäude
Bild: Rekewitz

„Teilweise Wiedereröffnung des Impfzentrums ist wichtig, reicht aber nicht!“

Das Impfzentrum wird reaktiviert. Das ist gut, reicht aber nicht angesichts der dramatischen Lage.

Die Ausweitung des Impfangebots im Impfzentrum des Rhein-Erft-Kreises wird von der Rhein-Erft SPD ausdrücklich begrüßt. Von Montag, dem 29.11.2021 an sind dort werktags im Zeitraum zwischen 13:00 und 19:00 Uhr sechs Impfstraßen geöffnet. Montags bis einschließlich donnerstags wird eine Impfung nach vorheriger Terminierung angeboten, am Freitag findet eine offene Sprechstunde ohne Terminierung statt.

„Die Ausweitung ist überfällig. Die Kapazitäten müssen aber kurzfristig weiter deutlich ausgebaut werden. Anders werden wir den Impfrückstand, insbesondere auch bei den Boosterimpfungen kaum aufholen können. Leider zeigt sich nun, dass unsere Ablehnung der Schließung des Impfzentrums völlig richtig war. Nun gilt es, diesen Fehler so schnell wie möglich zu korrigieren. Hier ist das Land in der Pflicht, den Kreis dabei nicht im Stich zu lassen. Die SPD-Fraktion wird weiter alle Anstrengungen der Kreisverwaltung unterstützen, der Lage Herr zu werden.“, betont Dierk Timm, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Daniel Dobbelstein, Vorsitzender der Rhein-Erft SPD stellt zum Thema Impfungen klar: „Impfen ist das wichtigste Instrument, um die Pandemie endlich in den Griff zu bekommen. Dass wir nun in eine katastrophale Winterwelle laufen, hätte verhindert werden können. Nun muss die Devise sein, so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu impfen. Dazu müssen die Kapazitäten radikal ausgebaut werden. Das haben wir schon einmal geschafft. Wichtig sind auch noch mehr niedrigschwellige Angebote, gerade auch für die Boosterimpfungen. Wenn die Hausärzte hier nicht nachkommen können, müssen halt andere Impfmöglichkeiten geschaffen werden, etwa in Apotheken. Das klappt anderswo in Europa hervorragend.“, so Dobbelstein.

Dobbelsteins Mitvorsitzende Dagmar Andres MdB ergänzt: „Die Notwendigkeit einer Boosterimpfung kommt nicht überraschend. Auch die Impfung von Kindern ist nicht vom Himmel gefallen. Die hohe Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen, die natürlich ihre Familienmitglieder anstecken, ist auch genauso absehbar gewesen. Es ist ein Armutszeugnis für unser Land, dass wir in eine so schlimme vierte Welle laufen. Hier muss die kommende Bundesregierung schonungslose Analyse betreiben.“, fordert Andres.

Die Sozialdemokraten mahnen: „Es ist auch unerträglich, was wir den Beschäftigten im Gesundheitssystem zumuten. Hier wird seit langem auf Anschlag gearbeitet. Wir können an den Infektionszahlen jetzt schon sehen, dass auch in NRW zu einer völligen Überlastung des Gesundheitssystems kommen wird. Die Frage wird nun sein, wie lange dieser Zustand anhält und wie viele Menschenleben es kosten wird. Wir müssen endlich auf die absehbare Katastrophe reagieren. Dazu muss das Land endlich echte Schritte zur Senkung der Infektionszahlen vornehmen.“

Die Situation an den Krankenhäusern im Kreis wird auch Thema auf dem „Runden Tisch“ zur stationären Gesundheitsversorgung im Rhein-Erft Kreis sein, zu dem die SPD-Kreistagsfraktion für morgen eingeladen hat.

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