„Gesundheitsversorgung ist kein Wirtschaftsgut – Krankenhäuser sind Daseinsfürsorge!“

Bild: hochhausen

Krankenhausschließungen, Arbeitsbedingungen in der Gesundheitsversorgung, Bürgerversicherung. Die Bundestagswahl wird auch richtungsweisend für die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Rhein-Erft-Kreis. Krankenhäuser wie in Brühl, Erftstadt, Euskirchen, Schleiden oder Mechernich im Wahlkreis von Dagmar Andres, Vorsitzende der Rhein-Erft SPD und Bundestagskandidatin im Wahlkreis 92 (Euskirchen/Rhein-Erft-Kreis II) sind alle keine großen Häuser. Demnach stehen sie, nach den Überlegungen der Landesregierung NRW und von Bundesgesundheitsminister Spahn, auf der Kippe.

Dagmar Andres: „Krankenhäuser sind Daseinsfürsorge. Die Pandemie hat gerade erst gezeigt, wie wichtig unsere breite Versorgung ist. Eine Spezialisierung der Häuser bei anspruchsvollen Behandlungen ist sicher sinnvoll. Aber für CDU und FDP bedeutet dies nichts anderes als eine Möglichkeit, kleinere Häuser zu schließen. Anstatt für anständige Arbeitsbedingungen und ausreichend Personal zu sorgen, steht die Versorgung in der Fläche auf der Kippe. Auch wegen ihrer Gesundheitspolitik muss die Union dringend in die Opposition geschickt werden.“

Besorgt ist Andres auch wegen des Erftstädter Krankenhaus, welches beim Hochwasser stark beschädigt worden ist: „Ich erwarte ein starkes Bekenntnis zum Erhalt des Krankenhausstandorts Erftstadt. Das Flutunglück darf nicht als Möglichkeit dienen, einen kleineren Standort von der Landkarte zu tilgen.“

Aaron Spielmanns, SPD-Bundestagskandidat aus Bedburg für den Wahlkreis 91 (Rhein-Erft-Kreis 1) pflichtet bei: „Aus meiner Heimatstadt weiß ich, wie wichtig ein vermeintlich kleines Krankenhaus für die Stadtgemeinschaft ist. Hier die Axt anzulegen, geht gegen die Interessen der Menschen vor Ort und die Städte.“ Die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens habe in eine Sackgasse geführt, betont Spielmanns: „Es ist ein Irrsinn, wenn eine Geburtsstation nach der anderen schließt, weil die Betreiber kein Geld damit verdienen können. Warum hängen CDU und FDP an dem Gedanken, aus Krankheit und ärztlicher und pflegerischer Betreuung Profite schlagen zu wollen? Die flächendeckende Gesundheit der Menschen darf kein Wirtschaftsgut sein.“

Andres und Spielmanns stellen klar: „In der Gesundheitsversorgung geht es um viel bei dieser Wahl. Bürgerversicherung statt Zwei-Klassen-Medizin? Ein Richtungswechsel in der Gesundheitsversorgung, der Schluss macht mit der hemmungslosen Ökonomisierung der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger? Vernünftige Arbeitsbedingungen und echten Respekt für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen, anstatt einfach nur wohlfeilem Applaus? Das können die Bürgerinnen und Bürger am Sonntag wählen. Denn das alles gibt es nur mit einem Kanzler Olaf Scholz und einer starken SPD.“

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