Offener Brief zur Situation der RB 38

Die SPD-Ortsvereine aus Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Kerpen und ihre Stadtratsfraktionen, die SPD-Kreistagsfraktion der Bundestags- und die Landtagskandidaten haben sich in einem offenen Brief an den DB Konzern gewandt und gegen die massiven Einschränkungen auf der RB 38 zu protestieren.

Bild einer Regionalbahn mit Text darüber: Offener Brief an den DB Konzern: Ordentlicher Betrieb der RB 38 muss dauerhaft sichergestellt sein!

Offener Brief der SPD zur Situation rund um die RB38

Sehr geehrter Herr Lübberink,

mit Entsetzen und völligem Unverständnis haben wir die völlige Stilllegung der RB38 zur Kenntnis genommen. Erst wurde die RB 38 seit 14.06.2020 in Horrem abgebunden, weil die DB andere Linien nicht zu sehr unter Bauarbeiten leiden lassen wollte. Dies war bereits eine deutliche Einschränkung für die Nutzer:innen aus dem Rhein-Erft-Kreis. Nun wird sie zur Personalreserve der DB.

Wir, die SPD-Ortsvereine und SPD-Fraktionen aus Elsdorf, Bedburg, Bergheim und Kerpen, sowie die Kreistagsfraktion und die Rhein-Erft-SPD, Bundestagskandidat Aaron Spielmanns und Landtagskandidat Bernd Coumanns, verurteilen dieses Vorgehen aufs Schärfste.

Unsere Region ist durch den Kohleausstieg und den Strukturwandel massiv betroffen. Eins der zentralen Anliegen, um diesen zu bewältigen, ist der Ausbau der Schienen-Infrastruktur.
Und gerade in dieser Situation als Notfallreserve bei jeder Gelegenheit herhalten zu müssen, ist absolut inakzeptabel.
Besonders beschämend finden wir es, dass die Deutsche Bahn keine offene Kommunikation gewählt hat. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger haben erst am Bahnsteig erfahren, dass sie nun (länger) mit dem Bus fahren sollen. Das ist ein absolutes Unding. Die Regionallinie wird natürlich in großem Maße von Pendlern für die Fahrt zur Arbeit genutzt. Es darf nicht sein, dass Beschäftigte sowie Schüler:innen allein gelassen werden.

Die SPD kämpft seit über einem Jahrzehnt für die Verwirklichung der Erft-S-Bahn. Wir wissen um den Wert und die Notwendigkeit eines guten öffentlichen Personen-Nahverkehrs. Wir
fordern die Deutsche Bahn mit allem Nachdruck auf, so etwas nicht wieder vorkommen zu lassen.

Für uns als SPD ist dabei eine Verbesserung des Arbeitsumfelds für die Lokführerinnen und Lokführer unverzichtbar, damit Krankmeldungen verringert werden und der Fachkräftemangel behoben werden kann.

Wir fordern die Deutsche Bahn auf, konkret Stellung zu beziehen, welche Maßnahmen sie ergreift, damit eine Einstellung des Betriebs der RB 38 künftig ausgeschlossen ist.

Wir werden uns auf allen politischen Ebenen mit voller Kraft für ein starkes, komfortables Bahnangebot einsetzen, welches sich an den Bedürfnissen der Bürger*innen für eine umweltfreundliche Mobilität orientiert und nicht an Konzernergebnissen.

Dazu auch:

RB 38 darf nicht Bedarfsreserve der DB sein! › SPD Rhein-Erft (rhein-erft-spd.de)

 

2 Antworten zu “Offener Brief zur Situation der RB 38”

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