RB 38 darf nicht die Bedarfsreserve für das schlechte Personalmanagement der DB sein!

Die angekündigte längerfristige Einstellung der RB 38 aufgrund akuten Personalmangels bei der DB stößt auf breite Kritik. Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und Vorsitzende des Aufsichtsrats des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland, Dierk Timm:

Die RB 38 am Bedburger Bahnhof
Bild: hochhausen

„Ich habe das Thema auf der NVR-Verbandsversammlung letzten Freitag natürlich direkt angesprochen. Es stellte sich heraus, dass die DB hier völlig ohne Absprache oder vorherige Koordinierung handelt. Ich habe deutlich gemacht, dass die RB 38 nicht die Bedarfsreserve für Personalmangel bei der DB sein darf.“

Selbstverständlich müsse die DB Strafzahlungen für diesen eklatanten Vertragsverstoß zahlen.

„Das bringt den Fahrgästen leider gar nichts. Der zusammengebrochene Wettbewerb auf der Schiene, wo zahlreiche Anbieter durch Corona ums Überleben kämpfen, nimmt uns hier auch Optionen. Politisch stellt sich wieder einmal die Frage, wo genau der gesellschaftliche Mehrwert der Privatisierung der DB liegt, wenn sie in dieser Form das aktuelle Angebot nicht leisten kann. Dabei müssen wir das Bahnangebot weiter ausweiten. Letzten Endes hilft nur eine vernünftige Personaldecke. Hier ist die DB als Vertragsnehmer in der Pflicht. Einfach das Angebot gravierend einzuschränken kann nur als völliges Versagen bewertet werden.

5 Antworten zu “RB 38 darf nicht die Bedarfsreserve für das schlechte Personalmanagement der DB sein!”

  1. G. Thiele sagt:

    Schon einmal mit dem Thema Schienenverkehr beschäftigt?

    • davidhochhausen sagt:

      Seit vielen, vielen Jahren ist Dierk Timm ein allseits anerkannter Fachpolitiker der in diversen Gremien in VRS und NVR in der Verantwortung steht. Kann man aber auch hier und auf Dierktimm.de transparent nachlesen. 😉
      Beste Grüße!

  2. Horst Fischer sagt:

    Ungaublich und so nicht hinzunehmen.
    So kann man den SPNV nicht stärken. Die Strecke von Horrem nach Bedburg soll doch elektrifiziert werden , damit dort von Köln ausgehend S-Bahn-Verkehr möglich ist. Dann kann man doch nicht vorher die Kunden verschrecken und auf die Strasse treiben.
    Wir bemühen uns im Rhein-Kreis Neuss schon lange, dann auch von Bedburg über Grevenbroich und Neuss nach Düsseldorf mit Elektrifizierung auch auf der RB 39 als Fortsetzung der RB 38 S-Bahn-Verkehr zu bekommen. Dies Ansinnen wird durch die unverständlichen Massnahmen der DB konterkariert.
    Also in allen Verbandsversammlungen kämpfen, dass dieser Unsinn verhindert wird.
    Horst Fischer, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion im Rhein-Kreis Neuss

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