Anfrage zum Gesundheitsausschuss am 24.02.2021: Versorgung von Palliativ-Patienten

Sehr geehrte Frau Venghaus, 

nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie vor inzwischen einem Jahr stellt die Versorgung von Menschen mit schweren Erkrankungen in der letzten Lebensphase eine große Herausforderung dar. Ein qualifiziertes Versorgungs- und Hilfe-Angebot für Betroffene und ihre Familien ist erforderlich.

Zum bestehenden Angebot im Kreis gehören Palliativ-Pflegedienste, Palliativ-Mediziner*innen und ambulante Hospizdienste.

Reichen diese Angebote nicht aus, ist eine spezialisierte Versorgung durch ein so genanntes „Palliativ Care Team“ (kurz: SAPV) oder sogar eine stationäre Betreuung durch ein Hospiz, wie sie in Erftstadt und Frechen existieren, möglich. Auch Krankenhäuser im Kreis führen Palliativstationen, beispielsweise in Frechen und Wesseling.

Wir bitten um Beantwortung folgender Fragen zu diesem Themenkomplex:

  1. Wie hat sich die Arbeit der Akteur*innen im Zuge der Corona-Pandemie in den letzten Monaten verändert?
  2. Ist trotz der Corona-Ausnahmesituation eine Arbeit der ambulanten Hospizdienste, die auf einem hohen Maß an ehrenamtlichen Helfer*innen fußt, noch bedarfsgerecht möglich?
  3. Reichen die jetzigen Angebote in der stationären Hospizarbeit und in den Palliativ-Care-Teams aus, um die betroffenen Menschen in unserem Kreis angemessen zu versorgen oder gibt es Wartezeiten oder gar die Notwendigkeiten, auf Versorgungsangebote außerhalb des Kreisgebietes auszuweichen?
  4. Können Kinder im Rhein-Erft-Kreis ambulant und stationär versorgt werden? Falls nicht: Welche Einrichtungen im Umland übernehmen diese Aufgabe für diese Kinder?
  5. Ist die Versorgung aller gesetzlich versicherter Patient*innen und privat versicherter Patient*innen vom Umfang und der Ausgestaltung her vergleichbar?

Für die Antworten bedanken wir uns vorab und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Dierk Timm, Fraktionsvorsitzender

Iris Heinisch, Kreistagsmitglied