Anfrage zum Gesundheitsausschuss am 24.02.2021: Guter Start ins Leben – Entbindungsstationen und Hebammen im Rhein-Erft-Kreis

Sehr geehrte Frau Venghaus, 

seitdem das Thema Geburtsstationen im Rhein-Erft-Kreis und Betreuung junger oder werdender Eltern durch Hebammen im Gesundheitsausschuss zuletzt behandelt wurde, gab es im Kreis und bei den umliegenden Angeboten in der Region erhebliche Veränderungen:

  • Am 1. Februar 2021 nahm das Pilotprojekt der „Hebammenambulanz“ in Bergheim erfreulicherweise ihre Arbeit auf. Wie der Presse zu entnehmen war, können Sie sich eine Ausweitung des Angebotes auf den ganzen Kreis in Zukunft vorstellen.
  • Nach Schließung der Geburtsabteilung am Bergheimer Krankenhaus soll so die Betreuung von Familien vor und nach der Geburt in Bedburg und Bergheim wohnortnah möglich sein. Noch in diesem Jahr ist jedoch die Schließung der Geburtsstation im Elisabethkrankenhaus in Grevenbroich vorgesehen, eine Option zur stationären Entbindung fällt dadurch für Familien im Norden des Rhein-Erft-Kreises weg.
  • Das Frechener St.-Katharinen-Hospital hat im Verlauf des vergangenen Jahres erfreulicherweise seine Geburtsstation wiedereröffnet.

Uns ist bekannt, dass der Rhein-Erft-Kreis in den kommenden Jahrzehnten weitere Einwohner*innen hinzugewinnt – derzeitige Prognosen sagen 37.000 neue Bürger*innen voraus –, das Rheinland ist ja eine Zukunftsregion. Zu erwarten sind hier insbesondere auch junge Menschen, die Familien gründen. Daher ist es auch erforderlich, die prä- und postnatale Versorgung rechtzeitig wohnortnah zu planen und den Aufbau weiterer Angebote für Familien in diesem Bereich umzusetzen.

Die Inbetriebnahme der Hebammenambulanz für Bedburg und Bergheim ist in diesem Zusammenhang erfreulich. Es ist jedoch zu erwarten, dass diese Ambulanz schon in naher Zukunft nicht ausreichend sein wird.

Daher stellen sich aus unserer Sicht folgende Fragen, um deren Beantwortung wir hiermit zur nächsten Sitzung des Gesundheitsausschusses am 24. Februar 2021 bitten:

  1. Ist derzeit eine wohnortnahe prä- und postnatale Betreuung junger Familien flächendeckend im Rhein-Erft-Kreis möglich?
  2. Wie ausgelastet sind die vorhandenen Geburtsstationen in den Krankenhäusern des Kreises derzeit?
  3. Gibt es Zahlen, wie viele Kinder von Familien, die im Kreis leben, außerhalb des Rhein-Erft-Kreises geboren werden?

Mit freundlichen Grüßen

Dierk Timm, Fraktionsvorsitzender

Iris Heinisch, Kreistagsmitglied

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