Anfrage für Gesundheitsausschuss am 04.03.2020: Coronavirus COVID-19

Sehr geehrter Herr Hermes,

der gefährliche Coronavirus hat inzwischen zu Quarantänemaßnahmen in Norditalien geführt. Während sich ein erster Verdachtsfall in Köln glücklicherweise nicht bestätigt hat, scheint es nun jedoch einen bestätigten Fall im Kreis Heinsberg zu geben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) stellt in seiner aktuellen Risikobewertung (Stand 24.02.20) fest: „Eine weltweite Ausbreitung des Erregers scheint allerdings zunehmend wahrscheinlich.“

Glücklicherweise kann noch keine Viruszirkulation in Deutschland festgestellt werden.

In den Ausführungen des RKI heißt es weiter: „Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen bislang das Ziel, einzelne Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch so weit wie möglich zu verzögern.“

Das RKI führt in seinem Epidemiologischen Bulletin 7/2020 aus, dass diese Eindämmungsstrategie abhängig von einem möglichen Epidemieverlauf in Deutschland angepasst werden müsste (Schutz besonders gefährdeter Gruppen, Mitigation der Auswirkungen einer starken Krankheitsverbreitung).

Die SPD-Fraktion bittet angesichts der aktuellen Entwicklungen zur Sitzung des Gesundheitsausschusses am 04.03.2020 um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wir bitten um eine kurze Darstellung der Ansteckungsfähigkeit und Letalität.
  2. Wie stellt sich die Umsetzung der Eindämmungsstrategie im Rhein-Erft-Kreis praktisch dar?
  3. Gibt es Vorplanungen oder Szenarien für den Fall einer epidemischen Krankheitsverbreitung im Kreis?
  4. Fanden diesbezüglich Gespräche mit den Kommunen statt oder sind diese geplant?
  5. Gibt es in NRW einen „Master-Plan“ für den Fall der Verbreitung des Virus?
  6. Wie sieht es hier mit den Kapazitäten und der Aufnahmebereitschaft der Krankenhäuser im Rhein-Erft-Kreis aus?

Aus unserer Sicht wäre es zudem sinnvoll, auf Basis unserer Anfrage einen ordentlichen Tagesordnungspunkt aufgrund der Aktualität einzurichten.

Die Öffentliche Berichterstattung neigt zu einseitig, teils überzogener Reaktion. Wir möchten daher die sicher schon getroffenen Schritte öffentlich dargestellt wissen und soweit möglich diskutieren.

Quellen:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html

https://www.tagesschau.de/inland/corona-baden-wuerttemberg-103.html

Mit freundlichen Grüßen

Dierk Timm, Fraktionsvorsitzender

Fadia Faßbender, Sprecherin im Gesundheitsausschuss

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