Runder Tisch Gesundheitsversorgung mit wichtigen Impulsen

Krankenhäuser erhalten, Gesundheitsversorgung als Daseinsvorsorge und die Frage, wo die Akteure aktuell den größten Handlungsbedarf sehen. Das waren einige der Themen, die beim "Runden Tisch Gesundheitsversorgung" diskutiert wurden, zu dem die SPD-Kreistagsfraktion eingeladen hatte.

Dierk Timm zum erfolgreichen Runden Tisch Gesundheitsversorgung: Wir stehen für eine aktive Gesundheitspolitik!

Die SPD-Kreistagsfraktion hatte am vergangenen Freitag zum ersten Runden Tisch zur Gesundheitsversorgung im Rhein-Erft-Kreis eingeladen. Gemeinsam mit Vertretern der Krankenhäuser, Krankenkassen und der niedergelassenen Ärzte im Kreis wurde zwei Stunden lang offen über die anstehenden Veränderungen im Gesundheitssystem und deren Auswirkungen auf den Rhein-Erft-Kreis diskutiert. Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dierk Timm zieht ein positives Fazit von der Veranstaltung:

„Wir haben viele wertvolle Anregungen und Hinweise bekommen, aus denen wir klare Handlungsaufträge und Forderungen ableiten. Der Erhalt der Krankenhausstandorte steht dabei weiter an oberster Stelle. Klar wurde auch, dass einzelne Standorte sogar ausgebaut werden sollten, damit im Kreis ein bedarfsgerechtes Versorgungsangebot bestehen bleibt.“

Iris Heinisch, Pflegeexpertin und Mitglied des Fraktionsvorstands, betont:

„Für eine gute medizinische Versorgung sind das schlichte Zählen von Krankenhausbetten oder das Messen von Abständen zu Kliniken falsche Parameter. Die Gesundheitsversorgung in einem wachsenden Kreis in dem die Menschen zudem älter werden, kann nicht mit dem Verweis auf die Nähe zu den Metropolen und ihren Angeboten vor Ort krankgeschrumpft werden. Neben der Krankenhausversorgung muss auch dringend das Thema Facharztversorgung wieder in den Fokus gerückt werden. Hier gibt es zwischen den einzelnen Städten des Kreises gewaltige Unterschiede, die nicht hingenommen werden dürfen.“

Auch die Versorgung von Kindern und Jugendlichen war Thema des Gesprächs. Hier wurde deutlich, dass eine eigene Kinderklinik für den Rhein-Erft-Kreis zwar angemessen sei, ihre Realisierung aber schwierig.

„Deshalb muss zunächst einmal die notärztliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen verbessert werden. Gemeinsam mit allen Institutionen und auch den Hebammen muss zudem die Versorgungslücke bei Säuglingen durch aufsuchende Angebote verbessert werden. Hiermit werden wir uns kurzfristig befassen“, kündigt Timm an.

Dierk Timm zieht ein positives Fazit des Runden Tisches:

„Der Austausch war wichtig, denn auch auf Kreisebene brauchen wir eine aktive Gesundheitspolitik. Klar ist, dass die großen Weichen auf Landes- und Bundesebene gestellt werden, aber in diese Prozesse sollten wir uns mit klaren Positionen selber einbringen. Wir unterstützen auch die Forderung der Krankenhausvertreter, die Investitionszuschüsse kurzfristig zu verdoppeln. Wir werden zu den einzelnen Themen weiter im intensiven Austausch mit den Teilnehmern bleiben.“

 

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