Digitalpakt Schule: Über 19 Millionen Euro fließen in den Rhein-Erft-Kreis

Mit dem Digitalpakt Schule werden im Rhein-Erft-Kreis 19,4 Millionen Euro zur digitalen Aufrüstung von Schulen und Bildungsstätten bereitgestellt. Er ist ein wichtiger Schritt in der von der SPD immer wieder geforderten Übernahme von mehr finanzieller Verantwortung im Bildungsbereich durch den Bund.

Bild: By Tohma (talk) - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39530079

„Mehr als 19 Millionen Euro fließen im Rahmen des Digitalpakts Schule in den Rhein-Erft-Kreis. Geld, das für die Ausstattung der Schulen mit digitalen Lehrmitteln verwendet werden soll“, freut sich der stellvertretende Vorsitzende der Rhein-Erft SPD, Dierk Timm.

Doch nicht nur die Städte und die Kreisverwaltung als Schulträger erhalten Geld für die Verbesserung der digitalen Ausstattung in den Schulen, auch weitere Einrichtungen im Kreis, wie beispielsweise die Rhein-Erft-Akademie GmbH, der Waldorfschulverein Voreifel, die Caritas oder der Landesverband Lebenshilfe erhalten zusammen fast 900.000 Euro.  „Auch wenn digitale Whiteboards und schnelles Internet nicht automatisch zu besserer Bildung führen, sind sie doch ein wichtiger Baustein für einen zeitgemäßen Schulbetrieb. Digitale Medien und Lerninfrastrukturen verändern das Lernen im Unterricht und eröffnen neue Möglichkeiten“, so Dagmar Andres, stellvertretende Vorsitzende der Rhein-Erft SPD.

Die Fördermittel werden beim Land beantragt. „Wenn das Land eine zügige Abwicklung der Anträge gewährleistet, könnten die ersten Schulen noch in diesem Jahr mit ihren Investitionsmaßnahmen beginnen“, erläutert Timm.

Landesregierung lässt Schulen und Lehrerinnen und Lehrer im Stich

„Diese Mittel entbinden die Landesregierung aber nicht von ihrer Verantwortung, endlich verlässliche, praxistaugliche Regelungen zum Umgang mit digitalen Medien und Kommunikationsformen in unseren Schulen zu entwickeln. Das fängt bei der Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern mit WhatsApp und Co an und endet bei Fragen, wie Dokumente und etwa Zeugnisse am heimischen Arbeitsplatz sicher und datenschutzkonform bearbeitet werden können. Geld allein hilft hier nicht. Hier dürfen die einzelnen Schulen auch nicht im Dickicht aus Praxisanforderungen, Datenschutz und Schulrealität alleine gelassen werden“, betont Andres.

Schulträger Betrag in Euro
Bedburg 794.843
Bergheim 2.644.612
Brühl 1.394.685
Elsdorf 564.710
Erftstadt 1.587.886
Frechen 1.266.322
Hürth 1.723.718
Kerpen 2.562.065
Pulheim 1.739.074
Wesseling 863.506
REK 3.428.344

Weitere Bildungsträger: 892.177 Euro

Gesamtmittel für Schul- und Bildungsträger im Rhein-Erft-Kreis: 19.461.942 Euro

Hintergrund:

Insgesamt fließen nach Nordrhein-Westfalen Mittel in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Mit dem DigitalPakt Schule wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen. Um das Ziel zu erreichen, haben Bund und Länder die Verwaltungsvereinbarung für den DigitalPakt unterzeichnet und zuvor die verfassungsrechtlichen Grundlagen geschaffen. Finanziert wird der DigitalPakt aus dem Digitalinfrastrukturfonds, einem sogenannten Sondervermögen, das Ende 2018 errichtet wurde.

Der Bund stellt über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung, davon in dieser Legislaturperiode 3,5 Milliarden Euro. Die kommunalen und privaten Schulträger bzw. Länder steuern zusätzlich einen finanziellen Eigenanteil bei. Zusammengenommen stehen dann insgesamt mindestens 5,55 Milliarden Euro bereit. Rein rechnerisch bedeutet dies für jede der ca. 40.000 Schulen in Deutschland im Durchschnitt einen Betrag von 137.000 Euro oder umgerechnet auf die derzeit ca. 11 Millionen Schülerinnen und Schüler eine Summe von 500 Euro pro Schüler.

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