„Pendler brauchen eine gute Alternative während des Umbaus in Weiden-West“

Die angekündigte lange Sperrung des Parkplatzes in Weiden-West bedeutet für viele Pendler eine gravierende Zumutung. Die SPD-Kreistagsfraktion fordert die Bereitstellung von nahgelegenen Alternativen und mehr Zubringerbusse.

Luftbild Haltepunkt Weiden-West mit Parkplätzen
Bild: Google Maps

Die jüngst bekannt gewordenen Pläne den Pendlerparkplatz in Weiden West Anfang der 2020er Jahre auszubauen und dazu mindestens ein Jahr lang zu sperren kommentiert der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dierk Timm:

„Der Ausbau des Parkplatzes Weiden-West ist dringend überfällig. Bereits frühmorgens ist der Parkplatz voll und regelmäßig stehen dutzende Fahrzeuge auf den Feldwegen der Umgebung. Klar ist aber, dass hier dringend eine ordentliche zeitweise Ersatzlösung gefunden werden muss. Deshalb werden wir das Thema im nächsten Verkehrsausschuss auf die Tagesordnung setzen.“

Es müsse geprüft werden, ob nicht auf den Feldflächen in der Umgebung  übergangsweise eine große Parkfläche eingerichtet werden könne, die dann mit einem Pendelbus mit dem Haltepunkt Weiden-West verbunden würde.

„Die Pendler dürfen hier nicht im Stich gelassen werden. Wir können nicht fortwährend die Menschen zum Umstieg auf die Bahn animieren und dann wird radikal ein zu 100% angenommenes Angebot lange Zeit blockiert“, erklärt Timm.

Ärgerliche Planungen zur Pförtnerampel

Besonders ungünstig erscheint aus Sicht der Sozialdemokraten auch der Zusammenfall der Baumaßnahme mit der geplanten Einrichtung einer Pförtnerampel an der Aachener Straße mit der bis zu 500 Fahrzeuge weniger pro Stunde nach Köln eingelassen werden sollen. Das Kreistagsmitglied und Vorsitzender der SPD Fraktion im Rat der Stadt Frechen, Hans Günter Eilenberger, erläutert:

„Den Preis für das zu erwartende Verkehrschaos werden vor allem die Frechener Bürger bezahlen. Die mangelnde Abstimmung zwischen der schwarz-grünen Mehrheit in Köln und im Rhein-Erft-Kreis bei so einer gravierenden Maßnahme ist ärgerlich.“

Vielmehr würden durch den geplanten Frischemarkt die Probleme auf der Bonnstraße noch intensiviert.

Auch Timm ist verärgert über die angekündigten Planungen:

„Das Timing ist schlicht eine Katastrophe. Wenn man den Zugang zur Stadt an dieser Stelle so erschwert, muss gleichzeitig auch eine gute Alternative angeboten werden. Das bedeutet der Takt der S-Bahn müsste weiter verdichtet werden, was im überlasteten Bahnknoten Köln aktuell nicht machbar ist. Insgesamt wirken die Planungen unausgegoren. Sie machen aber auch wieder deutlich, dass wie von uns schon lange gefordert, der Ausbau der Infrastruktur für Bahn und Bus deutlich intensiviert werden muss.“

Alternativen vorgeschlagen

Die SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat hat eine Stärkung der Linie 1 als Alternative zu Expressbussen eingebracht. Auch die Einrichtung einer Pförtnerampel lehnt sie ab, weil sie lediglich den Pendlerverkehr verdrängen würde.

Timm: „Die Planungen in Weiden-West, von Pförtnerampel bis zum Umbau des Parkplatzes müssen koordiniert sein. Ganz wichtig ist mir, dass hier die Belange der Pendler nicht einfach  ignoriert werden. Wir stehen für einen starken Bus- und Bahnverkehr. Deshalb muss auch während des überfälligen Ausbaus des Parkplatzes ein gutes Ersatzangebot bestehen bleiben. Deshalb brauchen wir die temporären Parkplätze. Auch eine deutlich bessere Busanbindung des Haltepunkts aus Frechen, Bergheim und Pulheim muss eingerichtet werden. Sonst haben wir nachher mehr Autos auf der Straße und nicht weniger.“

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