Emissionsfreie Kreisverwaltung

Antrag zur Sitzung des Kreisausschusses am 06.06.2019

TOP 9 Emissionsfreie Kreisverwaltung

 

Sehr geehrter Herr Kreuzberg,

die SPD-Fraktion beantragt zum Kreisausschuss am 06.06.2019 zu TOP 9 „Emissionsfreie Kreisverwaltung“ ergänzend zum Ursprungsantrag der FW/Piraten-Fraktion folgenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung zu stellen:

a.    Die Verwaltung des Rhein-Erft-Kreises wird beauftragt, eine Ausschreibung zur Kompensation von Treibhausgasen durchzuführen.

b.    Hierbei sollen alle Emissionen der Kreisverwaltung Berücksichtigung finden; sowohl die im Klimaschutzteilkonzept für Gebäude und Strom unter Berücksichtigung des aktuellen Strommixes, als auch die gesamte Flotte der REVG.

c.     Die Ausschreibung soll die Anstrengungen zur Reduktion der Emissionen berücksichtigen und sich um die tatsächlichen Minderemissionen der nächsten Jahre entsprechend anpassen.

 

Begründung:

Wir danken der Freien Wählern/Piraten-Fraktion für den sehr guten und einfach verständlichen Antrag. Wir möchten hier zur Klarstellungen zwei Dinge beitragen:

1. Das Ziel eine Netto-Emission von 0 bedeutet nicht, dass keinerlei Emissionen mehr im Kreis entstehen. Netto bedeutet, dass eine Anrechnung von negativen Emissionen (Anpflanzungen von Bäumen zu diesem Zweck) erfolgen kann.

2. Am 5. Juli 2017 fand in Kerpen die „Kick-Off“ Veranstaltung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes Kerpen statt. Hierbei sprach Prof. Dr. Dr. Radermacher, Globalisierungsexperte der Universität Ulm und Mitglied des Club of Rome. Dieser fand deutliche Worte, dass eine absolute Klimagasreduktion auf 0 nicht möglich, aber, anders als der Alternativantrag der Mehrheitskoalition suggeriert, auch nicht erforderlich ist.

Diesen Gedanken nehmen wir in unserem Antrag auf. Die Verwaltung des Rhein-Erft-Kreises kann sofort klimaneutral sein. Nicht lokal, sondern in einer Gesamtbetrachtung. Das Ziel muss natürlich dennoch sein, jegliche vermeidbaren Klimagase überhaupt nicht erst freizusetzen (Dämmung, Strommix, Antriebe bei Fahrzeugen).

Nach einer ersten Anfrage bei einem Anbieter liegen die Kosten zur Kompensation für die im Klimaschutzteilkonzept benannten 3.500 t CO2 bei ungefähr 30t € bis 100t €.

Hierbei ist die Qualität der Kompensation ausschlaggebend. Der einfachste Weg wäre der Ankauf von freiwilligen CO2 Zertifikaten. Der Nachhaltigste, die Förderung von Projekten im Goldstandard (siehe Anhang), welche vollwertige Kompensation durch CO2 Bindung (bspw. Aufforstung) mit sich bringen können.

Eine überplanmäßige Gegenfinanzierung ist unter Betrachtung des Gesamthaushaltes nicht nötig, da die Kosten der Unterkunft in diesem Jahr ~10% (6,25 Mio. €) deutlich unter Ansatz laufen.

 

Wir freuen uns auf ihre Unterstützung.

 

Mit freundlichen Grüßen

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