Kreisausschuss: Ausbau der K6 zwischen Pulheim und Widdersdorf in Verbindung mit der Reaktivierung der ehemaligen K6

Sehr geehrter Herr Kreuzberg,

die SPD-Fraktion beantragt, zum o.g. Tagesordnungspunkt folgenden Beschluss alternativ zur Abstimmung zu stellen:

  1. Die Verwaltung des Rhein-Erft-Kreises wird beauftragt zu prüfen, welche Maßnahme nötig wäre, um einen 4-spurigen Ausbau der Bonnstraße auf Höhe Brauweiler und Geyen zu verhindern.
  2. Es ist folgender Planfall zu untersuchen: Neubau einer Landstraße gem. SPD-Vorschlag bei gleichzeitiger Abbindung oder unattraktiver Zufahrt zur bestehenden Bonnstraße im Bereich zwischen Freimersdorf und B59n (Anschluss Segmüller).
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, im Zuge der bereits beauftragten Ingenieurleistungen für den Ausbau der K6, eine Durchbindung bis zum Knoten Chryslerstraße/ Donatusstraße zu projektieren sowie die Realisierung eines vollwertigen Halbanschlusses der K6 an die B59 (für die Fahrtrichtungen von und nach Köln) weiter voranzutreiben.
  4. Ggfls. nötige Finanzmittel sind überplanmäßig bereitzustellen.

Begründung:

Den Anwohnern ist eine mögliche vierspurige Straße mit den damit verbundenen Emissionsbelastungen nicht zuzumuten.

Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, dass eine Alternativroute gem. SPD-Vorschlag alleine nicht reicht. Daher muss neben der Abbindung der Bonnstraße von der B59 oder am Südende an der L213 eine Runterstufung und Reduktion der Attraktivität geprüft werden.

Die Politik muss endlich vom Diktat des Individualverkehrs abrücken und bereit sein heute noch zentrale Verkehrsadern grundlegend zu verändern. Dies gilt im besonderen Maße, wenn die Emissionsbelastungen so immens sind und noch steigen.

Brauweiler und Geyen hinter Lärmschutzwänden und Erdhügeln zu verstecken, nur um für den Umgehungsverkehr eine vermeintlich angenehmere Streckenführung zu erzielen, ist aus Sicht der SPD-Fraktion grundlegend falsch.

Wir hoffen, mit dieser Meinung nicht alleine zu sein und sind davon überzeugt, dass bei Infrastrukturmaßnahmen jede Planung im ersten Versuch sitzen muss. Sonst zahlt der Anwohner die Zeche und der Steuerzahler zweimal.

Mit freundlichen Grüßen

Dierk Timm, Fraktionsvorsitzender

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