Machbarkeitsstudie bestätigt Nutzen einer neuen S-Bahntrasse zwischen Köln und Bonn (S17)

Bild: Von Mansent - Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47679341

Neue S-Bahn würde auch Hürth und Brühl besser anbinden

Immer mehr Menschen benutzen die Bahnverbindung zwischen Bonn und Köln. Die vielen Pendler, welche in Hürth oder Brühl zusteigen, wissen davon ein Lied zu singen. Inzwischen sind die bestehenden Verbindungen stark ausgelastet und bieten nur noch wenig Raum für Kapazitätssteigerungen. Deshalb wurde unter Beteiligung des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland (NVR) geprüft, ob eine neue S-Bahn-Linie zwischen Köln und Bonn realisierbar ist. Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und Vorsitzende des NVR Aufsichtsrats, Dierk Timm, erklärt dazu: „Wir müssen die vorhandenen Kapazitäten im Schienenverkehr unbedingt deutlich ausbauen. Deshalb ist das positive Ergebnis der Machbarkeitsstudie eine wirklich gute Nachricht. Sie bestätigt den guten volkswirtschaftlichen Nutzen und damit die Förderfähigkeit des Projekts.“

Im Ergebnis liegt ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis vor, welches die Investitionskosten von ca. 200 Millionen Euro rechtfertigen würden. Insbesondere die Anlage eines neuen Gleises ist dabei ein Kostenfaktor. „Ohne Investitionen in die Schieneninfrastruktur können wir das Verkehrsaufkommen im Metropolraum Köln-Bonn nicht bewältigen. Die SPD steht jedenfalls voll hinter der Stärkung des Schienenverkehrs. Auch der Dieselskandal macht deutlich, dass Investitionen in gute Schienenverbindungen sehr sinnvolle Ausgaben sind. Durch den Bund wurden inzwischen die Voraussetzungen für zügigere Planungsverfahren geschaffen. Jetzt gilt es die notwendigen nächsten Verfahrensschritte ohne Verzögerungen einzuleiten. Wir alle wissen ja, dass so eine Maßnahme viele Jahre dauert. Da brauchen wir keine zusätzlichen Verzögerungen“, betont Timm.

Auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hürth, Stephan Renner, zeigt sich überzeugt: „Eine S-Bahn-Verbindung von Köln über Hürth und Brühl nach Bonn bringt einen echten Mehrwert und wäre ein echter Anreiz für viele Menschen, mit der Bahn statt mit dem Auto zu pendeln.“ Renner weist darauf hin, dass dafür aber auch die Infrastruktur rund um Bahnhaltepunkte ertüchtigt werden muss, beispielsweise durch verbesserte Busanbindungen, mehr Pendlerparkplätze und Barrierefreiheit.

Die Einrichtung einer neuen S-Bahn-Linie würde auch vom Vorsitzenden der Brühler SPD-Fraktion, Michael Weitz, begrüßt: „In Brühl haben wir bereits heute eine gute Anbindung mit den beiden Bundesbahnhöfen. Das ist ein wichtiger Grund, weshalb so viele Brühlerinnen und Brühler zum Pendeln die Bahn nehmen. Aber wir spüren auch, dass wir mehr Kapazitäten brauchen, damit das Bahnfahren attraktiv bleibt und weitere Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen können. Eine S-Bahn-Linie mit ihrem dichten Takt wäre da eine sinnvolle Ergänzung.“

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