Radwegenetz im Kreis muss deutlich gestärkt werden

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Die Realisierung von schnellen Radwegen, die auch für Berufspendler attraktiv sind, im Rhein-Erft-Kreis soll zügig angegangen werden, wenn es nach der SPD-Fraktion geht. Dazu hat sie einen Haushaltsantrag eingebracht, der vorsieht, dass für die kommenden zwei Jahre jeweils 2 Millionen Euro für Planung und Ausbau des Radwegenetzes bereitgestellt wird. Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Dierk Timm erklärt dazu:

„Der bereits in Planung befindliche Radschnellweg von Frechen nach Köln muss zügig fertig gestellt werden. Er soll der Anfang sein für den Aufbau eines Netzes an schnellen Radwegen im Rhein-Erft-Kreis. Gerade aufgrund langer Planungszeiten muss jetzt mit Nachdruck die weitere Planung von Strecken vorangetrieben werden. Wenn Planungen bestehen muss umgehend die Bauphase beginnen. Dafür müssen ausreichende Finanzmittel bereit stehen.“

Für über 60% der Strecken im Rhein-Erft-Kreis wird von den Menschen das Auto gewählt. Dies liegt vor allem auch daran, dass die vorhandenen Radwege durch ihre Gestaltung kein zügiges befahren zulassen. Auch für den Erhalt und Ausbau der bestehenden Wege soll nach Willen der SPD-Fraktion deutlich mehr Geld bereitgestellt werden.

„Ich fahre selbst bei entsprechendem Wetter mit dem Rad von Pulheim in mein Büro in Kerpen. Durch die vielen Kreuzungspunkte ist die Strecke leider nicht komfortabel zu befahren. Ich bin überzeugt, dass auch viele Berufspendler gerne aufs Rad umsteigen würden, wenn das eine attraktive Alternative wäre. Wir müssen doch nur in die Niederlande oder nach Dänemark schauen um zu sehen, wie viele Menschen die gesündere und klimafreundliche Fortbewegung auf dem Fahrrad wählen, wenn die entsprechende Infrastruktur besteht“, so Timm.

Vor diesem Hintergrund erscheint ein thematisch ähnlich gelagerter Antrag der Jamaika-Mehrheit im Verkehrsausschuss für 23.000 Planungskosten völlig unterdimensioniert. Zum Kreisausschuss wurde nun eine erweiterte Verwaltungsvorlage vorgelegt. Timm: „Offensichtlich haben wir mit unserem Antrag die Verwaltung aufgeweckt. Die 23.000 Euro für Planung und Konzepte, die die Jamaika-Koalition vorgesehen hatten, würden faktisch zwei weitere Jahre Stillstand beim Ausbau des Radwegenetzes bedeuten. Leider geht aber auch die Vorlage nicht weit genug. Zwar wird eine Mittelaufstockung vorgenommen, aber die Vorlage ist aufgebläht mit Maßnahmen, die eh schon vorgesehen und abgesegnet waren. Unser Ziel bleibt, dass wir endlich dem Radverkehr eine angemessene Aufwertung zukommen lassen und so einen echten Schritt für eine Verbesserung der Verkehrslage im Kreis weiterkommen.“

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