Schulausschuss: Teilnahme unserer berufsbildenden Schulen im Rhein-Erft-Kreis am Schulversuch „Talentschulen“

Sehr geehrte Frau Tschepe, 

das Landeskabinett hat am 03.07.2018 beschlossen, in einem Schulversuch bis zu 60 „Talentschulen“ in NRW in Stadtteilen mit großen sozialen Herausforderungen einzurichten und mit zusätzlichen Ressourcen auszustatten. Es soll im Rahmen eines Schulversuchs ab dem Schuljahr 2019/2020 erprobt werden, ob die Leistungen und Erfolge von Schülerinnen und Schülern an diesen Schulen durch besondere unterrichtliche Konzepte, zusätzliche Ressourcen und Unterstützung bei der Schulentwicklung nachweisbar gesteigert werden können.

Ziel der Landesregierung ist es, soziale Nachteile im Bildungsbereich zu überwinden und Aufstiegschancen zu ermöglichen. Geplant ist, dass 45 allgemeinbildende Schulen und weitere 15 berufsbildende Schulen am Schulversuch „Talentschulen“ teilnehmen.

Für die zusätzliche personelle Ausstattung der teilnehmenden Schulen stellt das Land mehr als 400 Lehrerstellen bereit (315 Stellen an allgemeinbildenden Schulen, 100 Stellen an berufsbildenden Schulen).

Antragsteller für die Teilnahme am Schulversuch „Talentschulen“, der dann über 6 Jahre läuft, ist der jeweilige Schulträger in Zusammenarbeit mit der Schule. Bewerbungen für die erste Startphase der Talentschulen können bis Anfang Dezember 2018 von Schule und Schulträger eingereicht werden. Wer im Wettbewerb um die „Talentschulstandorte“ eine Chance haben möchte, muss ein „schlüssiges Konzept“ vorlegen, um die Schule zu einem besonderen Lernort zu machen. Eine „externe Jury“ aus Bildungs- und Integrationsexperten, Kulturschaffenden und Experten für Mathematik und Naturwissenschaften soll die Talentschulstandorte auswählen.

Wir beantragen hierzu einen ordentlichen Tagesordnungspunkt um, falls nötig, einen Beschluss fassen zu können. Zur Vorbereitung bitten wir um Beantwortung der nachfolgenden Fragen:

  1. Welche berufsbildenden Schulen im Rhein-Erft-Kreis erfüllen die Förderkriterien und liegen in einem Stadtteil mit großen sozialen Herausforderungen?
  2. Welche berufsbildenden Schulen des Rhein-Erft-Kreises haben sich gemeinsam mit dem Schulträger für den Schulversuch „Talentschulen“ beworben?
  3. Kann die Verwaltung die berufsbildenden Schulen des Rhein-Erft-Kreises, die sich darum bewerben möchten, Talentschulstandort zu werden, bei der Ausarbeitung eines „schlüssigen Konzeptes“ unterstützen?

Mit freundlichen Grüßen

Dierk Timm, Fraktionsvorsitzender

Fadia Faßbender, Mitglied im Schulausschuss

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