Kreis muss endlich Bildungsangebote für Flüchtlinge ausweiten!

Integration zur Bildung

Anfrage im Landtag belegt: Gegenargumente nur vorgeschoben

 „Bildung ist ein zentrales Element für eine gelungene Integration“, ist der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dierk Timm, überzeugt. „Aber viele junge Menschen, die als Flüchtlinge zu uns kommen und bleiben können, haben große Lücken in ihrer Bildungsbiografie, die beispielsweise durch eine mehrjährige Flucht bedingt sind.“

„An den Berufskollegs im Kreis gibt es mit den Fit für mehr – Klassen spezielle Angebote für junge Flüchtlinge“, erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Oliver Scheffler. „Allerdings nur für schulpflichtige Flüchtlinge. Wer etwas älter ist, fällt raus“, bedauert er. Die Verwaltung hatte eine Ausweitung des Angebots auf die Altersklasse 18-25, die von der SPD-Fraktion gefordert wurde, mit den Argumenten, es fehle eine gesetzliche Grundlage und die Ressourcen stünden nicht zur Verfügung, bisher abgelehnt.

„Das konnten wir nicht glauben, weil andere Städte und Kreise diesen Weg auch schon gegangen sind“, ergänzt Fadia Faßbender, SPD-Kreistagsmitglied. „Wir haben unseren Landtagsabgeordneten Guido van den Berg darauf angesprochen, der das Thema für uns auf Landesebene geklärt hat.“

Die Antwort der Landesregierung ist eindeutig. Alle notwendigen gesetzlichen Grundlagen liegen vor und die Bezirksregierung hält die notwendigen Ressourcen bereit. „Damit sind die Argumente der Kreisverwaltung vom Tisch“, meinen Scheffler und Faßbender. Zum nächsten Schulausschuss hat die SPD-Fraktion deshalb einen Antrag gestellt, die Angebote entsprechend auszuweiten.

Dierk Timm stellt deshalb fest: „Es zeigt sich erneut, dass konstruktive Impulse für den Umgang mit Flüchtlingen nur von der SPD kommen. Die Untätigkeit der Kreisverwaltung lässt Landesmittel ungenutzt und enthält jungen, integrationswilligen Menschen ein gutes Bildungsangebot vor.“

Antrag für den Schulausschuss: Fit für mehr-Klassen

Beantwortung Kleine Anfrage 17/896

 

 

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