Bundesverkehrswegeplan 2030 – Kalscheuren nun im vordringlichen Bedarf

Bild: Von Mansent - Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47679341

 

Überarbeitung berücksichtigt zentrale Elemente für den Knoten Köln

„Der bisher vorliegende Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 hat zwar den Bahnknoten Köln richtigerweise im vordringlichen Bedarf gesehen, viele Elemente daraus aber nur im potentiellen Bedarf“, erläutert der Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, Dierk Timm. „Wir haben darauf hingewiesen, dass aber beispielsweise die Überwerfungsbauwerke in Hürth-Kalscheuren unbedingt notwendig sind, wenn man es ernst damit meint, den Knoten Köln als ein zentrales Nadelöhr im bundesweiten Bahnverkehr fit für die Zukunft zu machen.“

Timm zeigt sich erfreut darüber, dass die Überwerfungsbauwerke nun auch ausdrücklich in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wurden. „Projekte, die im vordringlichen Bedarf eingestuft werden, sollen bis 2030 realisiert werden“, erläutert er. „Das Bauwerk wird also nicht zwingend kurzfristig gebaut, aber zumindest auch nicht auf den St. Nimmerleins-Tag verschoben.“

Die Überwerfungsbauwerke dienen dazu, die verschiedenen, in Kalscheuren zusammentreffenden Strecken (Eifelstrecke, linke Rheinstrecke, Güterverkehr aus Richtung Eifeltor) optimaler miteinander zu vernetzen. Querungen werden vermieden und Verkehrsströme entflochten. „Nur, wenn das gelingt, können die Strecken zusätzlichen Verkehr aufnehmen. Das ist beispielsweise notwendig, um künftig S-Bahnen auf der Strecke Köln-Bonn und Köln-Kall fahren zu lassen“, führt Timm aus. Er erinnert daran, dass erst kürzlich für diesen Bereich eine Überlastungsanzeige durch die DB Netz AG an die Bundesnetzagentur ergangen ist.

„Infrastrukturinvestitionen wie in Kalscheuren haben für zahlreiche andere Projekte eine wichtige Bedeutung. Sie ermöglichen Verbesserungen für unzählige Pendler und sind Voraussetzung für die erfolgreiche Verlagerung von Transportverkehr auf die Schiene. Solche Investitionen sind in der vergangenen Jahren unter dem verfehlten Spardiktat des Finanzminister Schäuble viel zu lange liegen geblieben“, meint Timm abschließend.

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