Guido van den Berg: „Resolutionen reichen nicht“

Guido van den Berg
Guido van den Berg, stv. Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion

In der Sitzung des Kreisausschusses wurde eine einvernehmliche Resolution verabschiedet, alle politischen Ebenen nochmals auf die gravierenden Auswirkungen der neuen Zuckermarktordnung für den Rhein-Erft-Kreis aufmerksam gemacht. Vorausgegangen war eine ausführliche Erörterung im Ausschuss für Kreisentwicklungsplanung auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion.

„Wir sind froh, dass es nun auch eine gemeinsame Erklärung aller Parteien hierzu gibt“, machte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Guido van den Berg, deutlich. Er verwies darauf, dass die Kreis-SPD bereits frühzeitig im letzten Jahr den Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Franz Müntefering, den Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und das Bundeskanzleramt in diese Angelegenheit eingeschaltet hat. Aus Sicht der Sozialdemokraten müsse es nun darum gehen, dafür Sorge zu tragen, dass die Anpassungshilfen der EU auch wirklich die Landwirte im Rheinland erreichen.

„Wir wollen aber nicht bloß mit Resolutionen unser Gewissen beruhigen“, erklärte Guido van den Berg. „Deshalb haben wir einen Antrag eingebracht, die Förderung des erneuerbaren Energieträgers Bioethanol zu prüfen. Angesichts steigender Energiepreise wird das Thema immer interessanter. Die US-Regierung hat jüngst für ihre Volkswirtschaft eine entsprechende Initiative gestartet.“ Nach Ansicht der SPD ist der Rhein-Erft-Kreis gefordert, für den absehbaren Strukturwandel auch eigene Antworten für die Betroffenen zu entwickeln. Gerade die Nähe zu großen Automobil-Unternehmen in der Region und angesichts des bestehenden Profils des Rhein-Erft-Kreises als Energiekreis stellt nach Auffassung der SPD die erneuerbare Energiequelle Bioethanol ein spannendes Entwicklungsfeld dar.

PS:
Die bisherigen Initiativen und Anträge der SPD zum Thema Zuckermarktordnung und Bioethanol finden Sie unter: www.rhein-erft-spd.de.