„Alcopops“ verführen Jugendliche zu Alkoholkonsum

Zu der aktuellen Diskussion um die Sanktionierung des Vertriebs von alkoholhaltigen Mischgetränken, den so genannten "Alcopops", erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Helga Kühn-Mengel:

So genannte "Alcopops" sind bunte, süsse Mixgetränke mit viel Schnaps und wenig Saft, die nachweislich zu erhöhtem Alkoholkonsum bei Jugendlichen führen. Vor allem junge Frauen und immer jüngere Konsumenten werden durch die peppigeAufmachung verführt.

Die Unternehmen freut der rasant wachsende Absatzmarkt, aber gesundheitspolitisch ist diese Entwicklung eine Katastrophe: Eine neue Suchtwelle rollt auf uns zu, der wir uns dringend entgegenstellen müssen.

Es ist sehr zu begrüssen, dass das Gesundheitsministerium in einer Studie die Auswirkungen auf Jugendliche überprüfen lässt. Denn oberstes Ziel unserer Drogenpolitik ist die Prävention, die den gesundheitsschädlichen Konsum von
Suchtmitteln von vornherein verhindert.

Jugendliche sind bei Ihrem Kaufverhalten sehr preisbewusst, daher scheint eine deutliche Verteuerung dieser Alcopops ein adäquates Mittel, schwere gesundheitliche Schäden zu verhindern.

Frankreich hat bereits eine Zusatzsteuer für diese Mischgetränke eingeführt – das Konsumentenverhalten hat sich sofort geändert, die Verkaufszahlen gingen zurück. Diese Möglichkeit des Gesundheitsschutzes muss dringend geprüft
werden, damit die jungen Menschen nicht länger zum Trinken verführt werden.