„Kiki statt Kawumm“

„Der peinliche Auftritt des Landrates mit einer Kanonade von Eigenlob passt ins Bild der bisherigen Erftkreispolitik. Wenn der Landrat behauptet, er sei „wahnsinnig handlungsfähig“, stellt sich die Frage: „Warum kam dann bisher nichts dabei herum?“

Die bisherige politische Bilanz des Landrates ist mager. Was nutzt ein 200 PS-Motor, wenn kein Gang eingelegt wird. Aus den Chancen, die der Erftkreis bietet, hat der Landrat nichts gemacht:

-Die Wirtschaft ist im Vergleich mit den Nachbarkreisen zurückgefallen.
-Die Investitionen sind gesunken.
-Die Ausbildungsquote des Erftkreises ist auf peinlichem Niedrigstand.
-Die Dauerleier von der Entschuldung des Erftkreises kann niemand mehr hören:
Es ist keine Kunst, Schulden abzubauen, wenn man weniger investiert und Vermögen reduziert.

Schon allein ein Blick auf die Internet-Homepage des Erftkreises zeigt: Geboten wird Kiki statt Kawumm.
Dort werden Fahrradtouren organisiert, Rheinische Teller präsentiert und weitere Softfakts gefeiert. Was den dramatischen Rückgang der Elektrotechnikindustrie im Erftkreis angeht, dafür interessiert sich kein Mensch in der Kreisverwaltung.
Stattdessen spielt der Landrat seine eigene Werbeabteilung und ist dabei in den Mühlen der PR steckengeblieben.
Wenn er sagt, er möchte überall inspirieren, so inspiriert er uns hauptsächlich zu der Frage, ob es in der Kommunalverfassung richtig war, die Funktion des hauptamtlichen und des ehrenamtlichen Landrates in einer Person zusammen zu fassen.“