Kleinunternehmen und Existenzgründer von Bürokratie entlasten

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Frechen stellt eine Gesetzesinitiative vor, die Kleinunternehmen und Existenzgründer durch Abbau von Bürokratie bei der Buchführung und bei der Gewinnermittlung entlastet.

„Überflüssige Bürokratie ist ein Hemmschuh vor allem für Kleinunternehmen und Existenzgründer und Existenzgründerinnen. Wie ich als Steuerberaterin erlebt habe, sind diese oft schon für die elementaren Buchführungspflichten auf Hilfe Dritter angewiesen. Die Kosten hierfür stehen häufig jedoch in keinem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Umsätzen. Die Bundesregierung hat deshalb ein erstes Gesetzespaket vorgelegt, mit dem unter anderem eine vereinfachte Gewinnermittlung für diese Unternehmen geschaffen werden soll“, erläutert Gabriele Frechen das Vorhaben.
Der Gesetzentwurf sieht neben der Wahlmöglichkeit für Kleinunternehmer und Existenzgründer, ihre Gewinnermittlung durch Betriebsausgabenpauschalierung zu vereinfachen, auch die Anhebung der Betragsgrenzen für die Buchführungspflicht vor. Die Betragsgrenzen für die Buchführungspflicht werden auf folgende Werte angehoben: Umsatzgrenze 350.000 Euro (bisher 260.000 Euro), Wirtschaftswertgrenze 25.000 Euro (bisher 20.500 Euro) und Gewinngrenze 30.000 Euro (bisher 25.000 Euro). Kleinunternehmen, die von der Betriebsausgabenpauschalierung Gebrauch machen, sind außerdem von der Abgabe einer Gewerbesteuererklärung und damit auch von der Gewerbesteuer befreit. Die neuen Regelungen für Kleinunternehmer und Existenzgründer sollen bereits für das Jahr 2003 und die Anhebung der Betragsgrenzen für die Buchführungspflicht soll ab dem Jahr 2004 gelten.
„Gerade für den Erftkreis ist es wichtig, dass die Bemühungen der Städte und des Kreises, Existenzgründungen zu ermutigen, durch vereinfachte Regelungen unterstützt werden. Vor allem solche kleinen Unternehmen schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, wenn sie die ersten Jahre gut überstanden haben“, betont die Bundestagsabgeordnete.