„JA – Jugend in Arbeit plus“ als Chance für langzeitarbeitslose Jugendliche nutzen

„Je länger junge Menschen ohne Arbeit sind, umso schwieriger wird der Berufseinstieg“, meint der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Hardy Fuß MdL. Da müsse alles versucht werden, schnellstmöglichst einen neuen Job für den Jugendlichen zu finden, so der Sozialdemokrat. Die SPD-Kreistagsfraktion weist daher auf eine Initiative des nordrhein-westfälischen Arbeitsministers Harald Schartau, der Arbeitsverwaltung, der Wirtschaft, der Kommunen, der Wohlfahrtsverbände und der Gewerkschaften hin, die sich speziell an Jugendliche richtet, die sechs Monate oder länger keine Arbeit haben. JA – Jugend in Arbeit plus, bietet ein konkretes Beschäftigungsangebot für diese Jugendlichen. Fachkräfte der Kammern würden für den Jugendlichen eine geeignete Stelle in der Region suchen und für die Dauer der Maßnahme beratend zur Seite stehen, erläutert Fuß.

„Für die Dauer von zwölf Monaten sollen die langzeitarbeitslosen Jugendlichen eine tariflich entlohnte Arbeitsstelle erhalten und können so wertvolle Berufserfahrung sammeln und sich zusätzlich qualifizieren“, so Fuß. Dies sei aber nicht nur für die betroffenen Jugendlichen eine Chance, sondern auch für die Arbeitgeber, denen für die Dauer eines Jahres 50 % des Arbeitnehmerbruttolohns zuzüglich 20 % Sozialversicherungsanteil als Zuschuss gewährt werde. Das Risiko sei daher für die Arbeitgeber gering, da ein Arbeitsvertrag zunächst für die Dauer eines Jahres abgeschlossen werden könne, so der Sozialdemokrat. In dieser Zeit könne zunächst in den Betrieb hineingeschnuppert und Vertrauen geschaffen werden. Für drei Viertel der über JA vermittelten Jugendlichen ergab sich schnell eine Perspektive. Einige machten eine Ausbildung, andere unterschrieben einen Arbeitsvertrag.

Fuß appelliert daher an alle Betriebe im Erftkreis, sich über die Initiative unter www.ja.nrw.de/index.htm oder direkt bei den Kammern zu informieren, um zu überprüfen, ob so ein langzeitarbeitsloser Jugendlicher in das Unternehmen vermittelt werden könne. „Eines ist klar: Einstellen können nur die Betriebe, die einem jungen Menschen vielleicht die Chance seines Lebens geben, in den Beruf einzusteigen“, meint Fuß.