Pressemitteilung:

  • 24. Oktober 2017

Warum fehlen für 18 bis 25 Jährige Flüchtlingsklassen im Rhein-Erft-Kreis?

Guido van den Berg befragt Landesregierung zu fehlenden „Fit für Mehr!“-Klassen an Berufsschulen im Rhein-Erft-Kreis

Mit dem Bildungsangebot „Fit für mehr!“ hat die SPD-geführte Vorgängerregierung in Nordrhein-Westfalen ein wichtiges Angebot geschaffen, um geflüchteten jungen Menschen den Einstieg in unsere Berufswelt zu erleichtern. Allerdings werden an den Berufsschulen des Rhein-Erft-Kreises bisher in der entscheidenden Altersgruppe von 18 bis 25 Jahren keine Flüchtlinge im Rahmen dieses Angebots unterstützt.

„Mit einer Anfrage an die Landesregierung möchte ich in Erfahrung bringen, ob es rechtliche Hindernisse bei der Realisierung dieses wichtigen Integrationsangebots gibt“, erläutert der SPD-Landtagsabgeordnete Guido van den Berg. „Wichtig ist mir auch zu erfahren, ob praktische Umsetzungsschritte auf den Weg gebracht wurden.“

Das „Fit für mehr!“-Programm war noch von der alten SPD-geführten Landesregierung gestartet worden mit dem Ziel, jungen Flüchtlingen bis 25 Jahre ein effektives Bildungsangebot für die Vorbereitung des weiteren Bildungswegs zu geben. Sie können auch im laufenden Schuljahr in das Bildungsangebot eintreten und sich dort bis zu einem Jahr lang sprachlich, mathematisch, kulturell und politisch-gesellschaftlich vorbereiten.

„Die Kreisverwaltung macht vor allem rechtliche Hindernisse und eine ungeklärte Finanzierung geltend. Daneben mangele es an Personal und den räumlichen Möglichkeiten“ berichtet der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Dierk Timm. „Es drängt sich wie bei zahlreichen anderen Integrationsangelegenheiten der Eindruck auf, dass hier nicht gerade mit Hochdruck an Verbesserungen seitens der Kreisverwaltung gearbeitet wird.“

Dierk Timm erinnert daran, dass die SPD-Kreistagsfraktion jüngst diverse Anträge zu diesem Thema eingebracht hat. Darin geht es unter anderem darum, die bisherige Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums zu evaluieren, die andernorts übliche Einbindung regionaler Bildungsbüros zu prüfen oder Sprechstunden des Kreis-Ausländeramts in allen Städten anzubieten.

„Das Thema Integration muss weiter mit Ernst und Nachdruck behandelt werden, damit wir Probleme in der Zukunft vermeiden. Wir haben auch weiterhin ein offenes Ohr für die Sorgen und Anregungen der, in der Flüchtlingshilfe engagierten Helfer und versuchen deren Vorschläge im Kreis zu realisieren“ meint Guido van den Berg abschließend.

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